
Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung des ASV Großostheim wurde Erwin Glawion einstimmig zum Nachfolger von Horst Kraus als 1. Vorsitzender gewählt, der aus Altersgründen nach 15 Jahren nicht mehr kandidierte. Michael Roth als 2. Vorsitzender und Kassier Thomas Schwind wurden wiedergewählt ebenso wie Steffen Schulz als Gewässerwart sowie Achim Lang und Günter Lehrian als Sportwarte. Neu hinzu kamen Florian Stegmann als neuer Schriftführer und Thomas Rollmann als 2. Gewässerwart. Neu gegründet wurde ein Hausmeisterteam, dem Horst Kraus, Peter Zahn und Harald Weis angehören. Dieses Team wird sich um die Anglerhütte und die Geräte kümmern. Jonas Glawion als 1. Jugendleiter und neu Sebastian Köchl als 2. Jugendleiter nachgerückt. Weitere Betreuer sind Christof Gaida und Lukas Plha.
Der Mitgliederstand blieb stabil bei 119 Erwachsenen und 11 Jugendlichen. Kassier Thomas Schwind war mit der Kassenlage zufrieden, auch wenn 2022 die Ausgaben über 2.000 € höher als die Einnahmen waren. Die Hauptausgabe für die neue Küche ist eine Investition für die Geselligkeit, die für viele Mitglieder mindestens genauso wichtig wie Angeln selbst ist. Der reaktivierte Stammtisch jeden Sonntag ab 10 Uhr trägt auch seinen Teil dazu bei.
Erwin Glawion sprach nach der Wahl die großen Herausforderungen für den Verein an. Den immer noch stark fallenden Grundwasserspiegel und die Situation der Niederschläge erläuterte er anhand eines Diagramms. Darauf war ersichtlich, dass allein seit 2010 der Wasserspiegel um 2.200 mm gesunken ist, obwohl das Regendefizit seitdem nur ungefähr 1.200 mm betrug. Er kritisierte, dass das bereits hinzugezogene Wasserwirtschaftsamt nach einer Ortseinsicht im Januar 2022 immer noch keine Stellungnahme abgegeben hat. Der Verdacht liegt nahe, dass aus naheliegenden Brunnen z.B. zur Bewässerung des Golfplatzes deutlich mehr Wasser als erlaubt und auch nicht nachhaltig hochgepumpt wird. Auch schließt er einen Einfluss der ungefähr 3 km entfernten Großwallstädter Brunnen nicht aus, wo hauptsächlich für einen dort ansässigen Industriebetrieb die doppelte Wassermenge wie für ganz Großostheim mit 16.000 Einwohnern hochgepumpt wird. Geht dieser Trend, wie es anscheint, unverändert weiter, ist Angeln in 10 Jahren im Anglersee nicht mehr möglich
Durch die nur noch geringe Wassertiefe von 2.500 mm haben zudem Kormorane leichtes Spiel, Fische zwischen 10 und 40 cm zu fressen, was ihnen auch 2022 vortrefflich gelungen ist. Der Fischbesatz für fast 3.000 € hat wohl bestens geschmeckt. Selbst der seltene Eisvogel fand bei ins anscheinend keine Kleinfische mehr und blieb fern. Erstmals wurde deshalb ein schwimmendes Fischgehege für den Weißfischbesatz gekauft, was aber auch gewisse Nachteile hat. Außerdem wurde eine Vergrämung der Kormorane durch einen Jäger eingeleitet.
Fest eingeplant ist auch wieder das beliebte Fischessen am Karfreitag in der Athletenhalle. Weiterhin findet vom 18.-22. Mai wieder „Wein am See“ auf unserem Gelände statt.

